Sonntag, 11. November 2018

Ubud

Ein Wochenende in Ubud, konnte es etwas Schöneres geben? Am Vortag erkundeten wir ja die Umgebung mit Tana und abends ein wenig zu Fuß. Ubud ist eine relativ kleine Stadt mit nur ca. 30000 Einwohnern (da braucht sich Neuruppin gar nicht zu verstecken) – erstreckt sich aber über eine relativ große Fläche. Es gibt keine Hochhäuser oder komprimierte Wohnflächen; Haus steht neben Haus. Am Freitag starteten wir etwas gemütlicher als am Vortag ohne Guide. Das Frühstück im Meruh Dani war sehr gut – anders als im Hotel in Sanur wurden frische Speisen serviert, keine gewärmte Buffetware. Man konnte zwischen verschiedenen Gerichten und Komponenten wählen.

Das Frühstück: exzellent - vorne weg: Kaffee, frischer Saft oder Früchte

 Ausgezeichnet...

Zufrieden und für den Tag gestärkt starteten wir unsere Tour durch Ubud. Der erste Stopp: der Monkey Forrest. Monkeys? Genau, Affen. Nicht so mein Ding, Nikki steht aber total auf Affen (weiterführende Witze werden an der Stelle nicht ausgeführt). Die Affen waren teilweise sogar aggressiv: es gilt, stets alle Taschen und Rucksäcke fest zu verschließen. Sobald die Affen Essen wittern, hast du verloren. Ich hatte die Ehre den Rucksack zu tragen – zur Belohnung saßen zeitweise 3 (DREI!) Affen auf mir. Nach kurzer Zeit konnte ich sie aber glücklicherweise abschütteln.


Erstmal einen Überlick verschaffen

Der erste Affe war noch recht lieb

Echte Dschungel Umgebung

Große Brücke

Der Nächste...

Immer mehr...

 Der erste Angriff: noch ganz lustig

 Jetzt schon zwei Affen: Hilfe! Es gibt leider keine Fotos mit den drei Affen, da Nikki mich befreien musste und keine Hand frei war

Bestohlen wurden wir auch noch: unser Desinfektionsmittel. Nikki mit schlechtem Gewissen; ich nicht

Kutur...

Danach mussten wir uns erstmal stärken und erkundeten im Anschluss zwei Tempel. Das war dann mittlerweile schon der vierte oder fünfte in zwei Tagen. Ich sag mal so: man muss nicht alle sehen, kennst du einen, kennst du alle – um es mal etwas überspitzt zu formulieren. Ansehnlich waren sie trotzdem. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir dann am Pool, nachdem ich uns vom Shopping abhalten konnte :-)  Es gab lediglich die ersten Souvenirs und Postkarten. Danach das übliche Prozedere: lecker gegessen und eine Runde Karten im Anschluss.

Frühlingsrollen im Pissari Bali Cafe mit hauseigener Reisterrasse

Der Tempel Pura Saraswati

Ubud Palace

Unser Zimmer: erste Etage mit Terrasse

Fotoshooting

Entspannung

Mal kein Reis: Ofenkartoffel und gegrillte Hähnchenbrust

 Nikki brauchte etwas Deutsches: Cordon Bleu mit Pommes. Sie konnte keinen Reis mehr sehen.

 Der Name passt

Am Samstag starteten wir wieder zu einer schönen Tour zu Fuß. Nah an unserem Hotel gelegen startete der Campuhan Ridge Walk: ein netter Spaziergang/Trail bei Ubud, bei dem man mit sehr schönen Aussichten in der Natur belohnt wurde. Wir waren wieder einige Stunden unterwegs und legten in Summe auch so 15km zurück – bei über 30 Grad und Sonne pur, wohlgemerkt. Wir trafen unterwegs andere Deutsche und tauschten uns angeregt aus. Sie kamen übrigens aus Düsseldorf und hatten ein ähnliches Programm wie wir vor/hinter uns. Nach den Strapazen mussten wir uns erstmal im Pool regenerieren, danach eine Runde Karten und das übliche Abendprogramm. Nur mit der Entspannung wurde es dann aber schwierig, da die Besitzerfamilie mit Freunden und Familie (6 Kinder) ebenfalls den Pool in Beschlag nahmen - was hier aber wohl normal ist. Insgesamt: nein, es wurde nicht langweilig – etwas Entschleunigung war explizit erlaubt, es war ja kein 100m Lauf, sondern ein Marathon. Die Kräfte wurden eingeteilt.

 Nasi Goreng zum Frühstück

 Auf der Wanderung

 Reisfelder ohne Ende

 Noch mehr...

 
Irgendwann musste ein Snack her - tolle Aussicht

 Wir landeten im Elephant Restaurant - ein hippes vegetarisches Restaurant. Ich kann vorwegnehmen: es blieb die einzige vegetarische Speise für mich, obwohl es wirklich sehr sehr gut war.

 
Abends: Karte auf Pappe im Why Not

Lecker gegrillter Thunfisch auf Spießen

Fazit Ubud: nette Stadt, viele Restaurants, Cafés: sehr hipp; viele Galerien, Künstler, Ausstellungen, Tempel. Die Stadt ist gemacht für Freigeister, Querdenker und Alternative, oder Ambitionierte, die es werden wollen. Uns hat es trotzdem gefallen, die Stadt liegt zentral im Dschungel, ist flach und man kann viel unternehmen. Aber: kein Meer - es ist eine Stadt für Kulturelles.

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