Donnerstag, 15. November 2018

Love Indonesia

Love Indonesia? Ja, so hieß das Reiseziel für vorletzte Woche Sonntag - denn aus diesen zwei Worten soll sich die Stadt "Lovina" benannt haben. Eine kleine Perle an der Nordküste gelegen, abseits der meisten Touristen und mindestens zwei Auto Stunden entfernt. Die Zeit in Ubud war schon wieder vorbei und wir mussten packen. Wir hatten uns wieder einen Guide für den Tag organisiert und einige Etappen auf dem Weg nach Lovina eingeplant. Unser Guide des Tages: Kadek. Wir starteten früh, Frühstück um 8 Uhr, Pick-up um 9 Uhr - und das im Urlaub. Unsere Route führte uns zunächst zu den größten Reisterrassen Balis, danach hoch in die Berge auf ca. 1000m zum Beratan See, zu den Twin Lakes (Buyan und Tamblingan), Aussichtspunkten und Tempeln.

 Sehr leckeres und abwechlungsreiches Frühstück: heute noch mehr Obst mit Joghurt

Unsere Tagestour (ohne Schlenker und Stopp's)

 Stopp #1: Jatiluwih Reisterrassen - die größten auf Bali. Sie gehören seit 2012 zum UNESCO Weltkulturerbe.

 Reis, Reis, Reis

 Und noch mehr

 Stopp #2: Pura Ulun Danu Bratan - leider am Ende der Regenzeit trocken, normalerweise ist der Tempel vollständig auf dem Wasser

Aus der Perspektive fast nicht zu erkennen

 Noch ein Tempel

 Stopp #3: Bali Gate

Stopp #4: wir mit unserem Guide, Kadek an einem schönen Aussichtspunkt am Buyan See

Man kann es auf den Bildern schon sehen - so richtig gut war das Wetter an dem Tag nicht. Ziemlich bedeckt und es roch förmlich nach Regen. Bis dahin hatte es sich gehalten, aber mit unserem Mittagssnack fing es dann richtig an zu schütten. Es war der erste Regen in der Regenzeit, die traditionell ab November beginnt. Eigentlich standen zwei Regenfälle auf dem Programm, doch da es heftig regnete, änderten wir unseren Plan und Kadek empfahl uns stattdessen die Sekumpul  Wasserfälle. Diese waren noch weiter nördlich aber etwas hinter in den Bergen und entsprechend flacher.
Kleiner Snack - ausnahmsweise mal nicht so lecker. 

 Regen, Regen und noch mehr Regen

 Die Küche des Warung (kleiner Laden/kleines Restaurant)

 Natur pur

Die Planänderung entpuppte sich dann jedoch als Hauptgewinnen. An den Sekumpul Wasserfällen angekommen, war das Wetter bestens. Warm, schwül und wieder viel Sonne. Man wollte uns noch an den Parkplätzen erstmal überteuerte Guides für 160000 IDR pro Person andrehen, was wir zum Glück aber nicht machten. Kadek meinte vorher, wir könnten locker alleine gehen. Etwas aufdringlich wurde uns dann aber gesagt, dass die Wasserfälle so schwer zu finden seien und regelmäßig Touristen sich verletzen, weil die Wege so schwer passierbar seien. Tatsächlich verpassten wir auch eine Abbiegung um ca. 1km und liefen komplett dran vorbei, was wir irgendwann aber auch merkten. Freundliche Locals brachten uns netterweise mit dem Roller wieder zurück. Tatsächlich läuft man auch gute 45min vom Parkplatz und überwindet einige Höhenmeter bergab, bevor man ankommt.

 
Das war das Schild, das wir irgendwie übersehen hatten. Dem Schild kann man dabei keinen Vorwurf machen.

Anblick von oben

 Riesig

Die Abkühlung im Wasser tat extrem gut. Die Wasserfälle waren auch keineswegs so überlaufen wie noch die Tegenungan Wasserfälle in Ubud einige Tage zuvor. Ich möchte nicht von einem Geheimtipp sprechen, denn der Spot ist dokumentiert und auch bekannt, allerdings schaffen es die meisten Touristen nicht so weit in den Norden. Kadek wartete über 2h auf uns beim Auto und nach unserer Rückkehr fuhren wir dann nach Lovina zu unserer Unterkunft. Etwas skeptisch waren wir schon, als wir ankamen. Die Umgebung und anliegende Straße war nicht wirklich schick, die Unterkunft dann aber doch, als wir sie betraten. Wir hatten uns zwei Nächte im 1000 Dreams Bungalow eingemietet. Eine sehr schöne Anlage mit nur 7-8 Bungalows von einer indonesischen Familie betrieben.

Willkommen

Unser Bungalow
 Die erste Außentusche und Toilette 

 Schönes Zimmer, gute Größe, klasse Bett

Ein Blick von unserem Bungalow in die Anlage

 Und natürlich ein Pool - keine Unterkunft ohne :-)

 Welcome Drink zum Sundowner

 Die Sonne ging unter...

 Kurz noch in der Umgebung einkaufen gewesen und auf JFC gestoßen: Java fried Chicken statt KFC :-)

Abendessen in der Unterkunft - leider auch eins der schlechteren Essen bisher, obwohl doch so ansehnlich angerichtet

Nach dem Abendessen genossen wir den weiteren Abend auf unserer Terrasse und spielten wieder Karten.

Sonntag, 11. November 2018

Ubud

Ein Wochenende in Ubud, konnte es etwas Schöneres geben? Am Vortag erkundeten wir ja die Umgebung mit Tana und abends ein wenig zu Fuß. Ubud ist eine relativ kleine Stadt mit nur ca. 30000 Einwohnern (da braucht sich Neuruppin gar nicht zu verstecken) – erstreckt sich aber über eine relativ große Fläche. Es gibt keine Hochhäuser oder komprimierte Wohnflächen; Haus steht neben Haus. Am Freitag starteten wir etwas gemütlicher als am Vortag ohne Guide. Das Frühstück im Meruh Dani war sehr gut – anders als im Hotel in Sanur wurden frische Speisen serviert, keine gewärmte Buffetware. Man konnte zwischen verschiedenen Gerichten und Komponenten wählen.

Das Frühstück: exzellent - vorne weg: Kaffee, frischer Saft oder Früchte

 Ausgezeichnet...

Zufrieden und für den Tag gestärkt starteten wir unsere Tour durch Ubud. Der erste Stopp: der Monkey Forrest. Monkeys? Genau, Affen. Nicht so mein Ding, Nikki steht aber total auf Affen (weiterführende Witze werden an der Stelle nicht ausgeführt). Die Affen waren teilweise sogar aggressiv: es gilt, stets alle Taschen und Rucksäcke fest zu verschließen. Sobald die Affen Essen wittern, hast du verloren. Ich hatte die Ehre den Rucksack zu tragen – zur Belohnung saßen zeitweise 3 (DREI!) Affen auf mir. Nach kurzer Zeit konnte ich sie aber glücklicherweise abschütteln.


Erstmal einen Überlick verschaffen

Der erste Affe war noch recht lieb

Echte Dschungel Umgebung

Große Brücke

Der Nächste...

Immer mehr...

 Der erste Angriff: noch ganz lustig

 Jetzt schon zwei Affen: Hilfe! Es gibt leider keine Fotos mit den drei Affen, da Nikki mich befreien musste und keine Hand frei war

Bestohlen wurden wir auch noch: unser Desinfektionsmittel. Nikki mit schlechtem Gewissen; ich nicht

Kutur...

Danach mussten wir uns erstmal stärken und erkundeten im Anschluss zwei Tempel. Das war dann mittlerweile schon der vierte oder fünfte in zwei Tagen. Ich sag mal so: man muss nicht alle sehen, kennst du einen, kennst du alle – um es mal etwas überspitzt zu formulieren. Ansehnlich waren sie trotzdem. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir dann am Pool, nachdem ich uns vom Shopping abhalten konnte :-)  Es gab lediglich die ersten Souvenirs und Postkarten. Danach das übliche Prozedere: lecker gegessen und eine Runde Karten im Anschluss.

Frühlingsrollen im Pissari Bali Cafe mit hauseigener Reisterrasse

Der Tempel Pura Saraswati

Ubud Palace

Unser Zimmer: erste Etage mit Terrasse

Fotoshooting

Entspannung

Mal kein Reis: Ofenkartoffel und gegrillte Hähnchenbrust

 Nikki brauchte etwas Deutsches: Cordon Bleu mit Pommes. Sie konnte keinen Reis mehr sehen.

 Der Name passt

Am Samstag starteten wir wieder zu einer schönen Tour zu Fuß. Nah an unserem Hotel gelegen startete der Campuhan Ridge Walk: ein netter Spaziergang/Trail bei Ubud, bei dem man mit sehr schönen Aussichten in der Natur belohnt wurde. Wir waren wieder einige Stunden unterwegs und legten in Summe auch so 15km zurück – bei über 30 Grad und Sonne pur, wohlgemerkt. Wir trafen unterwegs andere Deutsche und tauschten uns angeregt aus. Sie kamen übrigens aus Düsseldorf und hatten ein ähnliches Programm wie wir vor/hinter uns. Nach den Strapazen mussten wir uns erstmal im Pool regenerieren, danach eine Runde Karten und das übliche Abendprogramm. Nur mit der Entspannung wurde es dann aber schwierig, da die Besitzerfamilie mit Freunden und Familie (6 Kinder) ebenfalls den Pool in Beschlag nahmen - was hier aber wohl normal ist. Insgesamt: nein, es wurde nicht langweilig – etwas Entschleunigung war explizit erlaubt, es war ja kein 100m Lauf, sondern ein Marathon. Die Kräfte wurden eingeteilt.

 Nasi Goreng zum Frühstück

 Auf der Wanderung

 Reisfelder ohne Ende

 Noch mehr...

 
Irgendwann musste ein Snack her - tolle Aussicht

 Wir landeten im Elephant Restaurant - ein hippes vegetarisches Restaurant. Ich kann vorwegnehmen: es blieb die einzige vegetarische Speise für mich, obwohl es wirklich sehr sehr gut war.

 
Abends: Karte auf Pappe im Why Not

Lecker gegrillter Thunfisch auf Spießen

Fazit Ubud: nette Stadt, viele Restaurants, Cafés: sehr hipp; viele Galerien, Künstler, Ausstellungen, Tempel. Die Stadt ist gemacht für Freigeister, Querdenker und Alternative, oder Ambitionierte, die es werden wollen. Uns hat es trotzdem gefallen, die Stadt liegt zentral im Dschungel, ist flach und man kann viel unternehmen. Aber: kein Meer - es ist eine Stadt für Kulturelles.